Liebe Leserinnen, liebe Leser,
manchmal ist Schweigen auch eine Antwort. Knapp ein Jahr lang gab es auf folker.world Artikel zum Anhören. Die Stimmvorlagen stammen von Menschen aus unserem Umfeld – mithilfe von KI entstanden die Hörfassungen. Wie wir dabei vorgehen, haben wir hier ausführlich erklärt. Es ist eine spannende Tüftelei an der Grenze des technisch Machbaren, und vom Ergebnis waren wir immer wieder verblüfft.
Gedacht war das Angebot passend zum veränderten Mediennutzungsverhalten: für unterwegs und für alle, die lieber hören als lesen. Nach einer Testphase haben wir nun auf die Nutzung geschaut, und die ist, freundlich gesagt, überschaubar. Die Antwort unserer Leserschaft fiel eindeutig aus, und zwar ganz leise. Die Play-Buttons blieben weitgehend unberührt.
Nehmen wir es also sportlich. Offenbar greift die folker-Gemeinde lieber selbst zum Text oder zum Heft. Sicher hört sie Stimmen auch lieber von echten Menschen, am liebsten live vor der Festivalbühne. Und möglicherweise ist eine KI-Stimme für manche schlicht ein No-Go. Alles nachvollziehbar und irgendwie sehr „folkig“.
Was heißt das konkret? Neue Hörartikel produzieren wir vorerst nicht mehr, zurückgebaut wird aber nichts: Alle rund 170 vertonten Beiträge behalten ihren Player und bleiben hörbar, gesammelt unter dem Stichwort „Audio“. Die Tür bleibt aber angelehnt: Sollte der Wunsch nach Hörartikeln wieder lauter werden, nehmen wir den Faden gerne wieder auf. Schreibt uns einfach an redaktion@folker.world.
Euer Stephan,
aus dem Maschinenraum


Lieber Stephan,
was mich angeht, so habe ich die Aufforderung, sich als Autor daran zu beteiligen, zwar wahrgenommen, aber dann wieder vergessen. Und noch nie habe ich den Abspielbutton gedrückt, ja eigentlich noch nicht mal bemerkt. Mag sein, dass ich die Artikel lieber im Heft lese außer denen, die es nur Online gibt.
Jetzt habe ich mal in einen Beitrag von Mike reingehört und ja, die Stimme erinnert entfernt an die seine. Aber doch wirklich nur entfernt. Eigentlich ist es ja auch gut so, dass sie nicht genau so klingt, wie das Original, so kann man beide auseinanderhalten. Das sich diese Unterscheidbarkeit nicht lange halten wird bei dem technischen Fortschritt, ist klar.
Für mich brauchen wir diesen Aufwand aber auch nicht zu betreiben. Will ich mir einen Artikel vorlesen lassen, geht es auch mit einer anderen Stimme aus dem Computer. Das spart dann Arbeit.
Trotzdem danke für das Angebot!
Danke für Dein Feedback. Als ich mich für die Möglichkeit begeistert habe vor einem Jahr, es könne schließlich attraktiven Mehrwert und Service liefern, war ich nicht so schlau zu erkennen, dass sich sowieso bald jeder Alles mit einer selbst gewählten Lieblingsstimme vorlesen lassen kann. Egal was Du technisch jetzt machst, es ist Morgen schon überholt. Gefällt Dir denn unseren neue hervorgehobene Foto-Rubrik https://folker.world/thema/fotorueckblick/ , die Euch Fotografen würdigt? Sag wenn Dir was nicht gefällt!